Album Kritik

Alice Cooper - Paranormal

|   Album Reviews

Der gute Alice Cooper. So lange dabei und hat noch immer Power genug, um kein peinliches Altherren-Album abzuliefern. Der Titelsong Paranormal sticht sicher positiv raus, da er sehr melodisch ist, aber auch freakig und mit überraschenden Arrangements. Das ist einer jener Songs, die nie peinlich sein können und auch immer modern klingen.

Im Gegenteil dazu klingt Dead Flies wie ein typischer Musikerpolizei-Song der frühen 90er. Nichtssagende Blues-Licks, dazu die auf pseudo-modern getrimmten Drums. So hat man das schon damals gemacht. Furchtbar. Fireball rockt dafür ganz ordentlich nach vorne ohne jegliche Schnörkel.

Paranoic Personality ist auch so ein Rohrkrepierer. Solche Songs hat man in den 90ern gehört und gemacht. Gegenüber solchen Songs wird ein voll primitiver Rocker wie Fallen In Love immer cool sein, auch dieser Song ohne jegliche Schnörkel.

Der Uptempo-Rocker Dynamite Road ist megacool, weil er vom gesanglichen und textlichen Ausdruck getragen wird.

Private Public Breakdown ist ein etwas steifer Rocker, der jetzt nicht ganz übel ist, aber in den 80ern einer der langweiligen Hair Metal-Songs jedes derartigen Albums gewesen wäre.

Holy Water ist ein Bläser-Song, der über seinen verzettelten Rhythmus  wieder die Jazz-Blues-Fans befriedigen dürfte, auch wenn der Refrain melodisch gesetzt ist.  Nicht gerade ein Highlight.

Rats ist wieder relativ geradlinig. Ein Blues-Song von vorgestern. Klingt so, wie wenn ein Superstar aus dem Popbereich einen Blues Rock-Song aufnimmt. Genau so klingen jene Songs. Echt übel.

The Sound Of A ist eine wirklich schöne Ballade. Lässige Harmonien und wenig Kitsch. Auch ein cooles Drum-Arrangement erzeugt eine coole Atmosphäre. Sehr psychedelisch und etwas schräg. Eigentlich ist das melancholischer Artrock. Total cool!

Genuine American Girl ist ein Gassenhauer der primitiven Art. Unglaublich, wie substanzlos Musik sein kann. Man kennt das tausendfach und es war nie gut.

You And All Of Your Friends ist ein klassischer Rocker ohne viel Tiefgang. Der Song ist aber nicht ganz übel. Klassischer Durchschnitt.

 

Wie man also erwarten konnte: Viele Songwriter hat er wohl der Alice Cooper und bei solchen Alben gibt's immer ein paar geniale Songs und viel Müll.

Punkte: Zwischen 0 und 10

www.facebook.com/AliceCooper

VÖ: 28. 7. 2017 über www.ear-music.net und Vertrieb Edel

Zurück
Alice Cooper - Paranormal
Alice Cooper - Paranormal - Albeum Review auf metalpresse.com