Album Kritik

Anvil – Pounding the pavement

Erstellt von Andy B. | |   Album Reviews

Das kanadische Powertrio Anvil ist nun schon seit 1978 (damals noch zu viert) aktiv. Wenn man zu sich selbst ehrlich ist, gelang es ihnen jedoch nur mit zwei Alben, nämlich Metal on Metal sowie Forged by fire, ein wirklich großes Ausrufezeichen in der Szene zu setzen. Seitdem dümpelt die fleißige Band (Pounding the pavement ist bereits das 17. Studioalbum) mehr oder weniger im metallischen Mittelfeld herum. Diesmal hat man die Finanzierung via pledgemusic erfolgreich vorgenommen, die fleißigen SpenderInnen sind im Booklet entsprechend verewigt.

Sympathisch sind sie ja, wie der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilm The Story of Anvil beweist, dennoch hat es bisher zum großen Durchbruch nicht gereicht, wozu möglicherweise auch das ambitionierte aber nicht in erster Linie hitverdächtige Songmaterial seinen Teil beitrug.

Und auch auf Pounding the pavement wird ordentlich gerockt: Der Opener Bitch in the Box (ein Synonym für Navigationsgerät) groovt mit Lemmy-verdächtigen rauhen Vocals aus den Boxen. Flotter geht es dann mit der ersten Single Ego weiter. Es folgen neben dem Rock’n’Roller Rock that shit unzählige nette, aber nicht zwingend erwähnenswerte Songs, da sie ziemlich übliche und durchschnittliche Amboss-Kost bieten, bevor Lips und Robb mit World of tomorrow (Stampfer) und dem das reguläre Album abschließenden Kracher Warming up wieder versöhnen können.

Im Großen und Ganzen machen Anvil dort weiter, wo sie 2016 mit Anvil is Anvil aufgehört haben. Pounding by pavement ist beileibe kein schlechtes Album, der große Durchbruch wird mangels herausragender Songideen aber wohl auch weiterhin verwehrt bleiben.

6/10

Zurück