Album Kritik

Avatarium – Hurricanes and Halos

Erstellt von Aamon | |   Album Reviews

Eigenartig. Ich mag die Stimme der Sängerin. Ich mag den grundsätzlichen Ansatz, Hard Rock im  Sinne von Rainbow zu liefern, aber dennoch kann ich mich nicht mit dieser Band anfreunden. Schon das letzte Album war für mich unhörbar. Zum einen nervt mich der Gitarrensound, der zu trocken klingt. Dabei geht es gar nicht nur um den knarzigen Charakter und um Authentizität, es sind ein paar wenige Klangeinstellungen, die zumindest meinem subjektiven Empfinden nicht wohlgesonnen sind. Momentan ist es bei Vintage-Bands  aber trendy, sich die Gitarre sgenau so einzustellen.  


Vielleicht sind es aber auch die Gesangsmelodien. Ich mag normalerweise klassisches Songwriting, wo man mittels Gesangsmelodien versucht, Songs zu kreieren, was in weiten Teilen der Metal-Szene so gar nicht mehr stattfindet. Wenn man die Alben von Black Sabbath und Rainbow hernimmt, die Dio eingesungen hat, weiß man, was ich meine. Hier wird versucht, auf deren Spuren zu wandeln. Dazu kommt noch die gute, alte Hammond-Orgel, die zusätzlich Tiefe erzeugen soll.


Aber es hilft alles nichts, das Album nervt von vorne bis hinten. The Starless Sleep startet gut und spätestens beim aufdringlichen Refrain bin ich genervt. Einzig wirklich genialer Song ist Medusa Child mit einigen sehr melancholischen Parts und einem Kinderchor, aber sogar hier nervt mich der trockene Gitarrensound.


Normalerweise würde ich eine Band in der Schnittmenge von Doom, Hard Rock und Progressive Rock, die noch dazu aus Schweden kommt, wohl gut finden, vor allem mit dieser Geschichte und diesen Musikern.  

 

6/10 Punkte

 

https://www.facebook.com/avatariumofficial/

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