Album Kritik

Behemoth - The Satanist

Erstellt von Aamon | |   Album Reviews

Die Zwangspause wegen der schweren Erkrankung von Bandboss Nergal ist schon länger her, jetzt ist endlich das langerwartete Album "The Satanist" da und man ist gespannt. Der Vorgänger "Evangelion" kam 2009 auf den Markt.

Behemoth hatten immer ein sehr gutes Standing, auch in der truen Black Metal-Szene, obwohl Nergal in Polen ein Superstar ist und bei Casting-Shows mitmacht. Der Grund ist sicherlich auch, dass Behemoth sich weder musikalisch, noch textlich jemals angebiedert hätten. Nergal setzte immer klare Worte und die Musik war niemals leicht verdaulich.

Es ist eher umgekehrt erstaunlich, wie eine solch sperrige, technische Mucke so zieht.

Glücklicherweise ist das neue Album einerseits zugänglicher und andrerseits härter. Es regiert neuerdings die Emotion.

Viel Black Metal-Raserei, tolle Harmonien, einfach äuerst gute Songs, die nicht mehr so klinisch klingen im Sound und auch nicht so sperrig, was Rhythmus und Harmonik betrifft: Sie sind weniger stoisch hölzern angelegt, sie grooven besser, egal, ob es sich um einen langsamen oder einen schnellen Part handelt.  Alles knallt mehr nach vorne und Nergal hat selten so emotional gesungen, auch die Tatsache, dass sie mehr Melodie und Epik reinbringen, hilft hier positiv mit.

Auch der Sound klingt lebendig und live! Endlich! Das war immer ein Problem bei Behemoth.

Ausverkauf wird hier keiner schreien, da die Scheibe viel mehr Black Metal ist, als es die Band die letzten 10 Jahre der Fall war.

Anspiel-Tipps: Die großartige Black Metal-Raserei "Amen" und der Titeltrack "The Satanist", der einen megacoolen Stampf-Refrain besitzt, für den andere Bands sterben würden. Ein solcher Refrain wäre bei Behemoth vor kurzem noch undenkbar gewesen. Das ist die neugewordene Coolness.

Großartig auch das hochemotionale Finale "O Father O Satan"!

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