Album Kritik

Cradle Of Filth - Cryptoriana - The Seductiveness Of Decay

|   Album Reviews

Cradle Of Filth zeigen sich auf dem neuen Album in überragender Form. Ich dachte ja, nach dem Ausstieg von Paul Allender (2013) würde vielleicht die Qualität schwinden. Er war ja doch ein maßgeblich visionärer musikalischer Teil von Cradle Of Filth. Ob Jazz, ob Klassik, er verwob Einflüsse aus sehr vielen Genres in die Musik von Cradle Of Filth und diese Melange zeichnete Cradle Of Filth ja auch immer aus. 

Selbstverständlich hat der Abgang auf diesem Level kaum keinen Einfluss. Das neue Werk klingt abwechslungsreich, hysterisch, schön, schräg, schnell, langsam und Maiden-lastig wie eh und je. Der Sound ist fett, aber nicht zu übertrieben. 

Auch die schönen balladesken Teile sind spitze und auch cool gesungen, wenngleich natürlich im Cradle-Gothic-Style. Eine wirklich starke Stimme wäre mal interessant, die dem Dani-Gekreische so richtig Paroli bietet.  Der bringt aber generell eine Super-Leistung, da passt einfach alles. 

Sämtliche Riffs sind super, die Harmonik stimmt bei allen Songs.  Selbstverständlich könnte man bei einer solchen Scheibe auch davon sprechen, dass die Band nichts wirklich neues bringt, man kann aber auch sagen: Die Songs sind perfekt, der Stil ist längst gefunden. Jede Sekunde macht Spaß!

Am Ende hat er sogar Alison Hell von Annihilator gecovert und auch das richtig, richtig geil!

Ich geb den ersten 10er seit Jahren!  

10/10 Punkte

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