Album Kritik

Machine Head - Carthasis

Erstellt von Aamon | |   Album Reviews

Machine Head sind beliebt. Sie sind jene Band, auf die sich auch jenes  Metal-Klientel einigen kann, das sonst die ganz großen Bands wegen Erfolgs-Neid ablehnt. Das ist sicherlich auch Rob Flynn zu verdanken, der sehr oft sehr kritisch zu Vorkommnissen im Musikgeschäft Stellung bezieht. So wenig diese Leute Lars Ulrich mögen, so sehr leiben sie Rob Flynn. Dazu kann man natürlich stehen wie man will, aber wie sieht's musikalisch aus?

 

Das letzte Machine Head-Studio-Werk Bloodstone & Diamonds war insgesamt zündender und dessen Vorgänger Unto the Locust war bekanntlich richtig gut mit all seiner Melancholie, die hier nur mehr selten auf diesem Level durchscheint. Behind A Mask, Heavy Lies The Crown, Eulogy oder Bastards sind aber diesbezüglich doch gelungen. Letzterer Song ist aber klassischer American Metal-Mainstream wie aus dem Lehrbuch.

 

Mehr Probleme habe ich aber mit all diesen abgehackten Rhythmus-Songs und Midtempo-Groovern. Denen fehlt jede Melancholie. Im Vers ist der Gesang oft richtig ausdrucksschwach. Ich bin generell kein Anhänger von jeglicher Jump-Attitüde und deshalb haben mich Machine Head gerade mit dem Emotions-Album Unto the Locust wieder erreicht, das viel klassischen Thrash Metal und Heavy Metal enthalten hat. Hier wird mir aber wieder eindeutig zu viel gegroovt und es fehlt ein echt schneller, direkt nach vorne marschierender Brecher. 

 

Das Album ist jetzt nicht viel schlechter als das alte Material und auch der Klang geht für dieses genre in Ordnung, aber grundsätzlich eher nur Mittelklasse.

 

Metalpresse-Wertung: 6/10 Punkte

 

Tracklist:

 1. Volatile

2. Catharsis

3. Beyond The Pale

4. California Bleeding

5. Triple Beam

6. Kaleidoscope

7. Bastards

8. Hope Begets Hope

9. Screaming At The Sun

10. Behind A Mask

11. Heavy Lies The Crown

12. Psychotic

13. Grind You Down

14. Razorblade Smile

15. Eulogy

https://www.facebook.com/MachineHead/

VÖ am 26. Jänner 2018 über Nuclear Blast

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