Album Kritik

Magnum – Lost on the road to eternity

Erstellt von Andy | |   Album Reviews

Magnum sind eine unkaputtbare Band – und im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern können sie auch wirklich mit Neuerscheinungen punkten. Schon mit Escape from the shadow garden und Sacred blood-divine lies konnten sie einen erneuten Bandfrühling einläuten, der seinen vorläufigen Höhepunkt in Lost on the road to eternity findet.

Das aktuelle  Album könnte man als eine Reise in die eigene Bandvergangenheit deuten, die Bandhighlights On a storyteller’s night (1985) und Vigilante (1986) glänzen in beinahe allen Tracks im Hintergrund, was als Kompliment zu verstehen ist.

Kluger Einsatz von Orgeln (Peaches and Cream), 80er-Synthesizern (Without love)  und Klavier (Show me your hands), treibende Gitarrenriffs und sogar Streicherarrangements (Lost on the road to eternity – wäre nur dieses unsäglich poppige “ A-O-A-O-O“ am Ende des Refrains nicht)– alles was klassischen (Hard-)Rock ausmacht wird ausgepackt und professionell umgesetzt. Auch die eingestreuten progressiven Funken stehen der Band gut zu Gesicht.  Es gelingt Magnum trotz der Bedachtnahme auf Altbewährtes ihre Musik nicht altbacken klingen zu lassen. Vor allem die erste Hälfte der Platte gehört zum Besten, das es von den Briten seit den 90ern zu hören gibt. Hervorzuheben ist das abschließende Epos King of the World – einfach ein grandioser Spannungsbogen und musikalische Vielfalt par excellence!

Die Melodielinien grandios, Ohrwürmer, die bereits nach dem ersten Hördurchlauf hängen bleiben. Darüber thront das majestätische und unverkennbare Organ von Altmeister Bob Catley. Dessen Engagement bei Avantasia hat man wahrscheinlich auch die Mitwirkung von Tobias Sammet am Titeltrack der Scheibe zu verdanken, eine vielversprechende Kooperation.

Angenehm ist die unaufgeregte und gut abgestimmte Produktion der meist episch und pompös arrangierten Songs.

Ohrenfutter für alle, die es neben schwermetallisch auch gerne mal rockig und mit eingängigen Melodien versehen haben und mehr Wert auf ausgeprägtes Songwriting als auf Image legen.

9/10

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