Album Kritik

Paradise Lost – Medusa

Erstellt von Aamon | |   Album Reviews

Paradise Lost veröffentlichen nach dem megastarken The Plaque Within-Album von 2015  diesmal ein komplett anderes Werk. Ging es damals doch sehr in Richtung Death Metal und Crust, wobei sogar leichte Black Metal-Einlagen eingestreut wurden, geht es jetzt  in Richtung  Doom Metal. Beneath Broken Earth hat den Herren wohl Lust gemacht. Das neue Album geht eigentlich komplett als Underground-Album durch, als klassisches Genre-Werk, bei dem die Linie der Songs, der Klang, die Stilistik, die Sache an sich wichtiger ist, als das Songwriting selbst. 

Einen Hit gibt‘s nicht. Ultraverzerrter Gitarrenklang, aber nicht fett. Das Album klingt niemals überkandidelt, sondern durchaus unmodern. Nick growlt in dieser angenehmen Gurgel-Art, die einrach saugeil rüberkommt. Das Album ist harmonisch oder melodisch nicht so interessant wie The Plaque Within, aber dafür so richtig cool. Es ist äußerst erfreulich, das eine Band im scheinbaren Band-Herbst ihre coolsten Alben veröffentlicht. Vielleicht kann man diesen Death Doom auch nur mit einer notwendigen musikalischen Lebens-Erfahrung spielen. 

Entwarnung dennoch: Klar gibt‘s typische Paradise Lost-Gesangslinien und ein paar dieser typischen Paradise Lost-Melodic-Licks, ohne diesen Stil-Elementen findet eh kein Paradise Lost-Album statt.

9/10 Punkte

https://www.facebook.com/paradiselostofficial/

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Paradise Lost – Medusa
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