Album Kritik

Procession – To Reap Heavens Apart (2013)

Erstellt von Eirikr | |   Album Reviews

Aufgrund der Migration von Mastermind Felipe inzwischen mehr oder weniger zu einer schwedischen Combo konvertiert und umgekrempelt (einzig CAPILLA ARDIENTE´s Claudio ist je nach Verfügbarkeit noch in die ursprünglich aus Chile stammende Band integriert), bringen PROCESSION ihr neues Epos “To Reap Heavens Apart” auf den Markt. Und natürlich sind die Erwartungen entsprechend hoch, haben doch die Vorgängerprodukte schon gehörig aufgezeigt (etwa das 2010er Full Length „Destroyers of the Faith“, metalfanatics berichtete: http://archiv.metalfanatics.net/detail_cd.php?page=cdreview_detail&ID=1501).

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass auf dem über High Roller Records (http://www.hrrshop.de/) auf CD und Vinyl erschienenen Neuling von der ersten Sekunde an der unverkennbare Stil der Band losbricht. Felipes einzigartige Vocals, das epische, mächtige Klangspiel zwischen Rhythmussektion und den inzwischen zwei Gitarren, sehr viel Feingefühl in der Komposition mit viel Liebe zum Detail (vor allem der Titeltrack ist bis in kleinste Facetten kunstvoll ausgearbeitet worden, man entdeckt bei jedem weiteren Hördurchgang den einen oder anderen zusätzlichen Schnörksel). Gut erkennbar auch, dass die Band inzwischen als Gesamtgefüge arbeitet und sich stets weiterentwickelt hat, während bei den Vorgängerwerken Chef Felipe allein für den Songaufbau und -writing verantwortlich zeichnete.

Die Band, die sich eher in der Tradition eines „langsameren Heavy Metal“ sieht, als vielleicht dem drogenschwangeren Doom Rock der 70er-Jahre, und dementsprechend ihrem 80er-Epic/True Doom Metal-Unterbau der Schlagart CANDLEMASS und Co. eine feine Note progressiv-verspieltes IRON MAIDEN-Gehabe und ähnliche NWoBHM und Oldschool Einflüsse beimengt, lässt sich auf „To Reap Heavens Apart“ definitiv nicht lumpen und schiebt ordentlich und kraftvoll an.

Fazit: Wer sich ernstzunehmend mit Doom Metal beschäftigt, hat die Band ohnehin längst am Radar. Hier müsste schon ordentlich was schiefgehen, wenn der anhaltende Aufstieg innerhalb der Szene noch abgebremst würde. Alle übrigen Nicht-Highspeed-Knüppelpuristen können die Scheibe im Zweifelsfall auch getrost antesten.

Von mir gibt´s für dieses durchgängig starke Output ohne Füllersongs auch diesmal wieder berechtigte 9.0 von 10.00 Punkten.

 

01 – Damnatio Memorae

02 – Conjurer

03 – Death And Judgement

04 – To Reap Heavens Apart (http://www.youtube.com/watch?v=IgY4iRXBpwM)

05 – The Death Minstrel

06 – Far From Light

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