Album Kritik

Satyricon - Deep Calleth Upon Deep

Erstellt von Aamon | |   Album Reviews

Satyricon haben mittlerweile diesen sehr eigenen Stil gefunden. Diese leicht bluesigen bis dissonanten Kurzleads als Grundriffs, die extrem trockene und differenzierte Abmischung. Eigentlich alles weit davon entfernt, was man unter epischen Black Metal verstehen würde. 

Das neue Album ist dennoch viel klarer und druckvoller abgemischt als der Vorgänger Satyricon (2013). Interessant ist trotzdem, wie gegen jeglichen produktionstechnischen Zeitgeist gerichtet die Drums klingen, auch wenn momentan eine große Bewegung entstanden ist, die natürlich klingende Drumsounds bevorzugt. Auf einer echt guten Hifi-Anlage klingt dieses differenzierte Klangbild von Gitarre und Drums wirklich cool, vor allem, wenn man das Album laut hört. Beim Fastfood-Listening mag dieser coole Effekt weniger auffallen. Wenn man im direkten Vergleich The Age Of Nero (2008) hört, bemerkt man, wie viel eindimensionaler  der Klang damals war.

Zusammengefasst klingen die Drums sehr cool, aber überhaupt nicht fett. Auch die Gitarren klingen öfter mal etwas weniger verzerrt. Wenn dann noch ein leicht bluesig bis jazziges Riffing ausgepackt wird wie bei Dissonant und Frost wirklich fantastische Wechsel und Eruptionen spielt, meint man fast, man hört eine klassische Jazzrock-Scheibe. Generell verwendet Satyricon auch öfters mal sehr spezielle Harmonisierungen in der Bridge oder im Refrain selbst, die alles andere als simpel und gewöhnlich sind, das ergibt eine sehr spezielle Melange. Ich bin der Meinung, dass keine einzige Band nur ansatzweise so klingt wie Satyricon. Ob das eigentlich noch Black Metal ist, sei dahingestellt, ist aber ohnehin völlig egal. 

Die stärksten Phasen hat das Album bei To Your Brethren In The Dark mit diesem starken Vers und The Ghost Of Rome mit einem sehr coolen Refrain.

8/10 Punkte

https://www.facebook.com/SatyriconOfficial/

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Satyricon - Deep Calleth Upon Deep
Satyricon - Deep Calleth Upon Deep Metalpresse Review