Album Kritik

Solstafir – Berdreyminn

Erstellt von Aamon | |   Album Reviews

Die wohl angesagteste Hipster-Band in melancholischen Trance Black Metal-Kreisen ist sicherlich Solstafir aus Island. Mit Ótta ist man 2014 so richtig durchgestartet, dabei habe ich mich immer gefragt, was den Banderfolg wohl ausmacht. Ich habe das Album aus welchen Gründen auch immer wohl an die 500 mal gehört und ich mag es. Aber eigentlich ist das Album ein einfach konstruiertes Stück Musik und der Sound ist  unterproduziert und klingt fast kaputt. Aber das ist der Solstafir-Style und dazu gibt’s die gewöhnungsbedürftige Krächzstimme von Aðalbjörn Tryggvason.

 

Aus irgendeinem Grund hat das extrem viele Menschen berührt und live haben die Stücke zudem noch dazugewonnen. Es ist einfach eine Sehnsuchts-Band. Die Frage ist, ob das reicht, um in die Rockgeschichte einzugehen. Ich denke doch, zumal das neue Album richtig gelungen ist.


Das neue Album von Solstafir klingt griffiger und härter. Die Produktion ist etwas prägnanter. Die trancigen Melancholie-Songs sind ausdrucksstärker und haben noch mehr Gefühl. Als ich den Opener Silfur-Refur zum ersten Mal gehört habe, dachte ich: Schon wieder dieses Nichts, diese simplen Banalitäten. Ein paar Töne, ja eh, die wollen die Fans wohl verarschen mit dieser zu substanzlosen Mucke, aber dann gewinnt das Album zusehends, nimmt einen mit und lässt Ótta weit hinter sich.

 

Grundsätzlich kann dieses Album eigentlich niemanden entäuschen, es ist stilistisch nicht viel Neues zu hören, aber es sind einfach schönere Songs entstanden, die fast alle auf die 7 bis 8 Minuten gehen und die viel eindringlicher schwelgen, als zuvor. Musikalisch selbst ist alles extrem simpel gespielt. Hier geht’s nur ums blanke Gefühl. Gerade die Vocalparts sind richtig ausdrucksstark gesungen und überzeugen so richtig.

 

 

9/10 Punkte

 

 

https://www.facebook.com/solstafirice/

www.solstafir.net/

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