Interview

Ein kleines Plauscherl mit Jan Bünning von Paragon

|   Interview

Pünktlich zum Release des neuen Paragon Albums, Hell Beyond Hell, habe ich mit Jan Bünning, dem Bassisten der Hamburger German Metal Institution Paragon, ein kleines Interview geführt. 1990 gegründet hat sich die Band Paragon zu einer festen Größe im Underground gemausert. Jan Bünning ist seit 1997 dabei mit einer kleinen Pause 2008. Jan spielt nebenbei auch bei der Saxon Cover Band Wheels Of Steel, sein Hauptaugenmerk liegt aber eben bei Paragon.

 

MP: Hell Beyond Hell ist euer elftes Studioalbum. Wie fühlst du dich wenn du an die Anfänge zurück   denkst ?

 

Jan: Es ist eine lange Zeit, mit vielen Höhen und Tiefen und eigentlich immer ein Kampf. Aber zur Zeit haben wir richtig Bock, auch wenn es nicht einfacher wird Alben zu produzieren Und Shows die fair bezahlt werden ...

 

MP: Waren die ''alten Zeiten'' besser oder schlechter ?

 

Jan: Puh, es gibt immer gute und schlechte Zeiten denke ich. Früher gabs vielleicht weniger Bands, da war es einfacher Alben zu verkaufen oder Shows zu bekommen. Allerdings gibt es dafür auch mehr Metal Fans und Festivals. Die Mainstream Szene ist momentan auch nicht so dolle aber dafür brodelt der Underground.

 

MP: Das stimmt. Welche Bands bzw. Musiker haben dich eigentlich zu einem Metalhead gemacht ?

 

Jan: Ganz am Anfang das übliche zu meiner Zeit, AC/DC und Kiss, wobei ich Kiss recht schnell doof fand haha... dann wurde es recht schnell Maiden, Saxon und vor allem Priest. Als dann Thrash aufkam war alles vorbei, Metallica, Exodus, Slayer aber auch US-Metal wie Overkill, Metal Church, Helstar und natürlich Mercyful Fate und Candlemass. Aber meine ewigen Faves sind Priest.

 

MP: Priest haben viele Meisterwerke veröffentlicht, auch Paragon meiner Meinung nach. HBH ist bei uns eingeschlagen wie eine Bombe.

 

Jan: Das freut mich.

 

MP: Auch bei anderen Magazinen kommt HBH gut an, ist HBH euer bestes Album ?

 

Jan: Das ist immer schwierig zu sagen, natürlich gibt man immer das Beste für ein neues Album und denkt im ersten Moment, ist das geil geworden. Aber erst nach einer gewissen Zeit weißt du wo das Album in deiner Biographie steht. Da wir HBH aber seit Mitte 2015 fertig haben, würde ich sagen es gehört zu den besten drei bis vier Alben. Und es gibt einen Weg vor, wie es in Zukunft weiter geht.

 

MP: Zukunft ist ein gutes Stichwort, wie sieht es da aus mit Live Shows ?

 

Jan: Es sind ein paar Sachen gebucht und wir hoffen dass noch einiges dazu kommt. Es ist wie schon erwähnt nicht so einfach Shows zu bekommen die fair bezahlt sind. Und die Zeiten wo wir ''umme'' gespielt haben sind vorbei, dafür haben wir bereits zu viel Zeit, Blut und Tränen in die Band investiert.

 

MP: Ich muss anmerken dass es noch kein Live Material von Paragon gibt, weder auf Cd noch auf Dvd.

 

Jan: Ist leider wie üblich eine Kostenfrage. Wer kauft heute noch von kleinen Bands ein Live Album. Wir müssen mal schauen ob wir die Show am Metal Bash eventuell mitschneiden.

 

MP: Wäre toll

 

Jan: Da sind wir Co-Headliner inklusive Pyros, würde sich also lohnen. (Anm. d. Redaktion: Geil)

 

MP: Wir leben in einem Zeitalter wo Social-Networks und Downloads nicht mehr weg zu denken sind, wie stehst du dazu ?

 

Jan: Finde ich cool solange man sich nicht davon kontrollieren lässt. Gerade als Band ist es einfach wie man mit Fans kommunizieren kann. Allerdings ist es krass was die Leute alles von sich preisgeben z. B. auf Facebook. Oder was sich einige hinter dem ''anonymen'' Internet so raus nehmen. In echt bekommen sie die Fresse nicht auf, aber auf Facebook teilen sie es aus. Davon handelt auch der Titelsong Hell Beyond Hell.

 

MP: Ihr habt das Album wieder von Piet Sielck produzieren lassen. Gibt es Vergleiche mit Iron Savior ?

 

Jan: Piet ist in etwa unser Jahrgang. Sprich, er hat die gleichen Enflüsse, Accept, alte Maiden und eben Priest. ... Ansonsten sind wir viel böser als alle anderen Hamburger Heavy Metal Bands.

 

Da Stimmen wir zu und bedanken uns bei Jan. Und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen in Wien oder Hamburg.

Paragon Discographie:

1994: Into The Black

1995: World Of Sin

1998: Final Command

1999: Chalice Of Steel

2001: Steelbound

2002: Law Of The Blade

2003: The Dark legacy

2005: Revenge

2007: Forgotten Prophecies

2008: Screenslaves

2012: Force Of Destruction

2016: Hell Beyond Hell

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