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Ein paar Infos zum 12er: Das Kaltenbach Open Air 2017!

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Das steirische Traditions-Festival ist mittlerweile zu einer Institution im österreichischen Festival-Bereich geworden. Auch 2017 findet das Festival wieder statt und zwar zwischen 24. und 26. August. Die altehrwürdige und wunderschöne Waldlichtung in nächster Nähe der Stuhlecker Talstadion wird einmal mehr in rotes Licht getaucht. Nach einigen turbulenten Jahren (alternatives Gelände, alternativer Veranstalter) hat sich alles wieder beruhigt und man hat sich bei den Fans wieder etabliert. Die letzten Jahre liefen ruhig ab und es wird sich 2017 wohl auch wenig ändern, was Infrastruktur betrifft. Das hat sich alles gut eingespielt und es gab in den letzten Jahren auch kaum Kritik. Deshalb werden wir uns, wie bereits letztes Jahr, ein wenig mit den Bands selbst beschäftigen. Man hat den Eindruck, dass das KOA-Team mittlerweile bewußt eher abseits der ganz großen Bands bucht, aber durchaus nicht unspannend. Meist gibt's deshalb beim Festival immer wieder  positive Überraschungen.

 

Stilistisch wird wie jedes Jahr wieder ein Querschnitt zwischen Death Metal, Thrash Metal und Black Metal geboten mit eher wenig  stilistischer Offenheit zu etwas trendigeren Genres oder zu melodischen Metal-Spielarten. Dieses Jahr scheint Death Metal etwas mehr zu dominieren, aber das ist auch Auslegungssache. 

 

Wir starten mal mit Vader, die auf jeden Fall die klassischere Death Metal-Linie vertreten. Mit den Polen von Vader hat man auf jeden Fall eine der allerbesten Extrem Metal-Bands geholt. Das 2014-er Album Tibi et Igni war weltklasse und auch The Empire (2016) ist ein mehr als cooles Album.  Vader werden sicher eine der großen Highlights sein.

 

Die Australier Destroyer 666 sind mittlerweile auch schon lange dabei und eine der ganz truen Vertreter im Extrem-Bereich. Zum ersten mal hat die Band auf einem österreichischen Festival 2001 gespielt und zwar beim damaligen Mind Over Matter-Festival in Wiesen (2001). Die Band agiert bekanntlich zwischen Black und Death und wird wohl alles niederprügeln. Die letzten Alben waren hervorragend. Anspieltipp: Wildfire aus dem jahre 2016.

 

Im Black Metal-Bereich ist die finnische Black Metal-Band Horna dieses Jahr eines der Highlights. Horna sind eine wirklich gute Live-Band, auch wenn es 2010 zu Gig-Absagen in Österreich und Deutschland  gekommen ist aufgrund von Diskussionen über Rechtsextremismus. Wer am Thema interessiert ist, kann das auf der Wiki-Seite der Band nachlesen. Musikalisch wird's wohl eine klassische Reise zwischen erhabenen Parts und heftiger Raserei werden. Gute Genrekost.

 

Mit Cryptopsy gibt's brutalen Tech-Death Metal, der eher Brutal Death-Fans ansprechen wird, mit Necrophobic kommt eine schwedische Death Metal-Truppe, die old schooliger agiert und durchaus auch schwarzmetallische Styles integriert. Die Franzosen Benighted sind 2017 auch wieder dabei und  werden die Brutal Death-Freunde zufriedenstellen.

 

Ragnarok aus Norwegen bieten, was für eine Überraschung, Black Metal, der sehr melodisch ist und durchaus einige lässige Erhabenheit ausstrahlt. Hier könnt ihr ins letzte Album Malediction reinhören.

 

Mit Vital Remains kommt ein echter Leckerbissen aufs Kaltenbach Festival. Die Band steht musikalisch docj für Old School und klassische Metal-Roots, hat aber dass ultraschnelle Element der Brutal Death-Bands. Dürfte wohl eine Killer-Show werden.

 

Mit Omnium Gathering gibt's erstklassigen Finnen-Metal für die Freunde melodischen Death Metals. Eine weitere eher melodische Band ist Skalmöld aus Island, die letztes Jahr im Vorprogramm von Moonsorrow eine mehr als gute Figur gemacht haben. Das ist eine richtig gute Live-Band!

 

Mit Mantar gibt's ein durchaus angesagtes Archaic-Music-Duo, das live mit ihrem eher trancigem Zugang durchaus gut indie Festival-Atmosphäre am Berg passt. Einen Tipp gibt's noch für die Black Metal-Fans: Voltumna aus Italien sind richtig gut drauf. Ob sie auch live bestehen, wird sich zeigen.

 

Einige Bands kommen natürlich auch wieder aus Österreich. Die interessanteren Vertreter, rein subjektiv gesehen, sind hier Vinegar Hill, die mit ihrer eher melodischen Ausrichtung und durchaus hohen Musikalität auch phasenweise internationales Level erreichen. Auch die groovigen und leicht corigen Pain Is sind längst keine Unbekannten und waren bereits 2014 dabei. Die lässigen Thrasher Justice Lost aus der Steiermark möchte ich auch noch erwähnen.

 

Wie immer wird die Atmosphäre sehr speziell und genial sein und wir können jetzt nur noch auf tolles Wetter hoffen.  Das war die letzten Jahre immer zwischen durchwachsen und echt schön. Richtig schlimm war es die letzten Jahre nie wirklich.

 

Wir werden euch, wenn das Festival näher rückt, auch mit den notwendigen Infos versorgen und noch ein paar Band-Tipps vorstellen. Selbstverständlich wird auch dieses Jahr wieder ein bisserl im Metalpresse-Forum übers Kaltenbach Open Air diskutiert: http://forum.metalfanatics.net/viewtopic.php?f=3&t=9295

 

:::::FESTIVAL-FOTOS VOM KALTENBACH OPEN AIR 2016

 

Sämtliche Infos, was genaue Spielzeiten betrifft oder wo ihr Tickets ordern könnt, entnehmt ihr bitte der offiziellen Festival-Website http://kaltenbach-openair.at oder ihr schaut auf die Facebook-Seite des Veranstalter-Teams!

 

 

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