Interview

Cauldron - New Gods

Erstellt von Andy | |   Album Reviews

Cauldron präsentieren uns auf Album Nr. 5 wie erwartet ein Melodiefeuerwerk zwischen Hardrock und Heavy Metal.

Zumeist im Midtempo Bereich angesiedelt gelingt es den Kanadiern, sich neben High Spirits als Vertreter des basisch gespielten Rock'n'Roll zu profilieren, dabei jedoch eine weniger fröhliche Grundstimmung zu vermitteln, ja gar melancholisch zu klingen. Im Gegensatz zu den gleichzeitig auf der Bildfläche erschienenen Enforcer oder Skullfist agiert man inzwischen weitaus zahmer, so dass das Material für eine Band, welche zu den ersten Protagonisten der sogenannten New Wave of Traditional Heavy Metal gehört, erstaunlich wenig aggressiv wirkt.

Die angenehmen, oft mehrstimmig angelegten Vocals passen ausgezeichnet zu den Melodielinien der meist gut ins Ohr gehenden Refrains, was gleich beim Eröffnungsdoppel Prisoner of the past und Letting go präsentiert wird. Dieser Eindruck kann über die gesamte Laufzeit gehalten werden und auch die Instrumentalfraktion spielt solide, wenn auch nicht außergewöhnlich. Interessant: Mit Drown ist ein Stück auf dem Album gelandet, welches ein wenig an eine härtere Ghost-Nummer (Rats anyone?) erinnert, was man grundsätzlich nicht erwartet - jedoch haben wir es hierbei mit jenem Song zu tun, welcher das größte Hitpotential mitbringt. Aber auch mit typischen AOR-Refrains (!) kennt Cauldron keine Berührungsängte, wie man in Together as None nachhören kann.

Kritisch muss erwähnt werden, dass die Tracks zumeist im selben Tempo und im selben Aufbau gehalten sind, was die Platte auf Dauer etwas eintönig erklingen lässt.

Und ein Instrumental wie das mit drei Minuten extrem lang gewordene Isolation ohne Stimmungsbogen hätten sich die Jungs rund um Jason Decay durchaus sparen können.

An oben bereits erwähnte stilverwandte High Spirits kommen die Kanadier nicht heran, ebenso nicht an ihre eigenen großartigen ersten zwei Alben. Freunde melodischen, aber nicht überproduzierten Hardrocks sowie Liebhaber von NWoBHM-Bands wie Angel Witch und Konsorten sollten jedenfalls aufgrund der netten Melodien in New Gods hineinhören.

7,5/10

Zurück