Interview

Rise Of The Cosmic Fire - Ein Abend für Musik-Gourmets

Erstellt von Aamon | |   Fotos

Rise Of The Cosmic Fire ist das Tour-Motto dieser Tour, die von QUANTHEON Touring organisiert wurde und die mit Jess & The Ancient Ones eine der angesagten Vintage-Rock-Bands als Headliner verpflichtet hat.  Aber auch die Doom-Italiener von Caronte, eine der momentan beliebten Ván Records-Bands sind mit dabei, was den internationalen Teil betrifft. Anomalie aus Österreich runden das Package ab.

Anomalie bezeichnen selbst ihre Mucke als  Atmospheric Blackened Soundscapes   und das kommt natürlich grundsätzlich hin. Dichter, treibender Black Metal zwischen doomigeren Passagen und Raserei mit ein wenig Mystik und Feierlichkeit wird hier über einen sehr mächtigen Grundsound geboten.  Zum zweiten Mal steht die Band in Wien auf den Brettern. Das letzte Album der Band heißt Visions  und wurde vor knapp einem Jahr in der Grellen Forelle in Wien präsentiert.  Live haben die Songs richtig Kraft und sind noch emotioneller als auf dem Album. Sänger Marrok (Selbstentleibung, Harakiri For The Sky, Tulsadoom) gibt hier sein musikalisches Statement ab und das definiert sich gerade über Ausdrucksstärke.  

 

Caronte aus italien sind wieder mal Klasse. Im Prinzip spielen sie doomigen, relativ melodischen Hard Rock, aber die Band agiert natürlich in der tiefschwarzen Doom/Sludge/Black Metal-Szene 2.0 und dementsprechend sieht die Show  aus. Alles wird mit viel rituellem Gestus dargeboten. Ganz stark ist wieder der Gesang, an dem sich scheinbar die Geister scheiden. Ich kann das nicht nachvollziehen. Er gehört zum Ausdrucksstärksten, was momentan zu finden ist und er hebt die Songs auf ein sehr melodisches Level. Ganz starker Auftritt, auch wenn etwas gar viel Bass dabei ist. 

 

Jess & The Ancient Ones sind im Vintage Rock momentan ziemlich angesagt. Ein bisserl Psychedelic und Verrücktheit, aber sonst ist‘s traditioneller Blues-Rock im Sinne von Janis Joplin, der hier geboten wird. Frontfrau Jess agiert völlig überdreht und klingt immer leicht hysterisch. Mich nerven einige der bluesigen Songs. Einige der eher verrückten Songs kommen live aber ziemlich cool. Die Band selbst rockt natürlich wie Sau. Ist Geschmacksfrage. Als jemand, der  Janis Joplin nie wirklich mochte, kann ich auch mit der guten Jess nicht soviel anfangen, aber auf jeden Fall ist sie eine außergewöhnliche Künstlerin und vor allem Performerin.

 

Stimmung: 7/10Zuschauer: 80 (geschätzt) 

 

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Es wird übrigens 2018 3 weitere Shows von Anomalie in Österreich geben. Hier die Infos:

 

30. 03. 18 - Stadtwerkstatt, Linz - https://www.facebook.com/events/206627759882024/

21. 04. 18 - Frei.Raum, St. Pölten - https://www.facebook.com/events/1033519000128809/

06. 10. 18 - Explosiv, Graz - https://www.facebook.com/events/1097747557033791/

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