Interview

Shadowkeep - Shadowkeep

Erstellt von Andy | |   Album Reviews

2000 kaufte ich mir Shadowkeeps erstes Album Corruption within und war als alter Queensryche Fan selbstverständlich begeistert, wie gut die Briten ihren deutlichen Vorbildern nacheiferten. Nach zwei weiteren Alben, welche allerdings eher spurlos an mir vorübergingen, liegt nun das selbstbetitelte 2018-er Werk zur Rezension vor.

Und siehe da: ein alter Bekannter hat sich ins Line Up geschlichen. Texas-Sirene James Rivera (welchen ich als Sänger grundsätzlich sehr schätze) übernimmt bei Shadowkeep das Mikrofon und beeinflusst offensichtlich auch die Bandstilistik enorm.

Vorbei sind die Zeiten der edlen Crimson Glory Riffs, es dominiert harter US-Metal mit den typischen Screams, was ich prinzipiell befürworte, was in diesem Zusammenhang jedoch die Identität der Band beschädigt. Zu sehr klingt das Songmaterial nach Helstar oder dem Vicious Rumours Album Warball.

Was bleibt, ist die musikalisch einwandfreie und komplexe Herangehensweise ans Songwriting - Progressiver US (Texas) Metal eben. Hervorzuheben sind gute Songs wie Immortal Drifter, der Quasi-Opener Guardian of the see oder das abschließende überlange Minotaur mit witziger Pfeifeinlage.

Ob sich Shadowkeep mit der neuen schroffen Ausrichtung ihres Sounds einen großen Gefallen tun, wage ich allerdings zu bezweifeln. Zu sehr klingen sie nach einem typischen Rivera-Projekt, von denen es ja doch bereits einige gibt und von welchen der Markt meiner Meinung nach auch gesättigt ist.

Ein flottes Instrumental sowie zwei balladeske Nummern (Little lions, Never forgotten) bringen zumindest etwas Abwechslung, auch wenn gerade diese Stücke dem neuen Vokalisten so gar nicht zu liegen scheinen.

Für US-Metal-Allessammler ok, Vorsicht sollten jedoch Fans der ersten zwei Alben walten lassen, da die Band nur schwer wiedererkennbar ist und der soundmäßige Neustart sicherlich nicht jedem mundet.

5/10 Punkte

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