Interview

Tribulation - Down Below

Erstellt von Aamon | |   Album Reviews

Die Band aus Schweden hat wieder ein zeitgemäßes Düsterwerk abgeliefert. Dazu zählt dieser trockene, wenig verzerrte Klang, der etwas unterproduziert klingt und deshalb all die Vintage-und Black Metal 2.0-Fans zufriedenstellt. Ich habe mich gefragt, was die weiteren zeitgemäßen musikalischen Zutaten sind? Die findet man gar nicht so leicht. Die Band versucht auf herkömmliche Weise Songs zu schreiben, sie betreibt jetzt auch nicht ausufernde Trance, was die Band diesbezüglich mitreinnimmt, sind ein paar schwelgerische akustische Passagen.  

 

Die Songs selbst sind alle komponiert in mehrheitlich düster-harmonischer Manier, das bedeutet, Tribulation fahren hier durchaus die Horror-Harmonie-Schiene. Manchmal sind sie auch schwermütig bis sentimental.  All diese Ingredinzien bewirken, dass man sich das Album richtig gut anhören kann. Nichts nervt, aber irgendwas fehlt manchmal doch. Vielleicht mehr Steigerungen und  noch mehr Mut. Manchmal, wie bei Lady Death sind diese altertümlichen 70ies-Melody-Lines doch etwas banal und nervig. Der Refrain von Here Be Dragons ist auch nicht der große Bringer, sondern etwas zu sehr auf Nummer sicher komponiert. 

 

Am besten ist die Band, wenn sie versucht, abseits der blossen Finsterniss auf emotionale und sentimentale Akzente zu setzen. Ab und zu dürfen die Steigerungen auf dem Album auch mehr knallen. Dieses Problem haben aber sehr viele dieser neueren Vintage-Sound-Bands, dark and black hin oder her: Es knallt nicht wirklich, es ist bloss Rockmusik und kein Metal.

 

Wegen der grundsätzlich coolen Ausstrahlung und hohen Musikalität gibt's trotzdem 8 Punkte!

 

Metalpresse-Wertung: 8/10 Punkte

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