Album Kritik

Amon Amarth - Deceiver Of The Gods

Erstellt von Aamon | |   Album Reviews

Fakt ist: Die Band hat eine völlig eigenständige Stilistik entwickelt und immer versucht, klassisches Songwriting zu betreiben, was im Death Metal nicht immer üblich ist. Gerade das macht sie interessanterweise angreifbar.

Wenn Bands, die so eine starke und einzigartige musikalische Prägnanz entwickelt haben, erfolgreich sind, dann kommen immer die Vorwürfe der Wiederholung.

Aber ist da was dran?

Abgesehen davon, dass bei jeder Band mit einer starken individuellen Note das Erkennen von Stilistiken einfacher ist, muss man beim vorligenden Werk abseits der Tatsache, dass die Band harmonisch natürlich ihre Vorlieben hat, ganz klar sagen: Hier hat sich einiges getan!

Neu sind die Harmonie-Lead-Riffs, die man klassischerweise von Iron Maiden kennt und die bei Amon Amarth bislang eher selten zu hören waren. Hier relativ häufig. "As Loke Falls" ist als Song definitiv Neuland für die Band und gerade dieser Song mit seiner schönen Grundmelancholie ist ihnen ziemlich gelungen.

Neu sind auch klassische Metal-Riffs, die die Band noch weiter in den Midtempobereich drängen, da auch die Doublebass gehörig zurückgenommen wurde. Auch im Drumbereich gibt es Neues: Im Opener und Titelsong "Deceiver Of The Gods" gibt man sich im Drumming thrashig.

Neu sind auch einige Harmonien, wie z.b. bei "Hel", wo Messiah Marcolin (Ex-Candlemass)mitwirkt.

Höhepunkt ist das mächtige fast 9-minütige "Warriors Of The North", das neben groß angelegter Epic und Hymnik dieses klassische Amon Amarth-Midtempo-Riff hat, welches man auch ähnlich von Victorious March" kennt.


8,5/10 Punkten

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