Area Festival 2021, Leoben Steiermark

Live Reports Live Fotos

- Samstag, 16. Juli, Leoben Area 53 -

Das erste große Festival nach langer Wartezeit startete bei beindruckend schönem Wetter. Am 16. und 17. Juli 2021 war der Wiederbeginn der Live-Musik, zumindest im Open Air-Bereich. Ich war zum allerersten Mal dabei und wurde von einer freundlichen Security auf der Campsite begrüßt. Das Camping-Gelände ist keine 5 Minuten von der Main-Area entfernt. Destruction hatten gerade leicht verspätet ihren Gig gestartet. Den glasklaren Sound hörte man bis rüber zum Zeltplatz. Am Eingang ging alles zügig voran. 

Die Gesamt-Stimmung vor der Bühne war auffallend gut. Man konnte bei reinströmenden Besuchern schön erkennen, dass sich eine gewisse Vorab-Anspannung, wie das Festival wohl ablaufen würde, allerortens in Entspannung verwandelte. Die gute Stimmung, diese entspannten Vibes waren bis zu den Toiletten spürbar, wenig Angst oder Distanz. Selbstverständlich waren auch sämtliche Bands in Geberlaune. Die Gänsehaut, nach so langer Zeit voll reinzuhauen, war spürbar. Destruction hatten selbstverständlich alles im Griff, selbst Moshpits waren am Entstehen. Das hat man so nicht erwarten dürfen. Bei Spaßbands wie JBO hätte ich gedacht, dass das Konzert womöglich etwas gestelzt rüberkommen wird, etwas zwanghaft, aber auch hier regierte die allgemeine Lockerheit. Aber es lag nicht nur daran, dass die Band Profis sind, sie waren definitiv beeindruckt, wie locker und gut das Publikum abging. Wie "normal" alles war. 

Insomnium hatten im letzten Jahr 2 großartige Songs digital veröffentlicht, das dazugehörige Mini-Album gibt es erst ab September käuflich zu erwerben. Der Gänsehaut-Song The Conquer war auch live einfach nur schön. Die Band selbst war aber doch etwas reserviert, finnisch halt, wurde aber am Ende richtig groß abgefeiert. Epica konnten danach ihrem Headliner-Status stimmungstechnisch gerecht werden, mein Fall waren sie nicht so, etwas zu aufgeblasen wirkt diese Musik auf mich. Es ging aber sowieso nicht nur um die Musik. Es ging um das Festival-Flair, um den Geruch von Bier und Fast Food, es ging um das Gefühl für Party und Rock'n Roll.  Es ging darum, dass man viele alte Bekannte nach langer Zeit wieder getroffen hat und es hat sich alles sehr, sehr gut angefühlt. 

Die Location: Es ist ein kleines Festival. Das Gelände war angenehm gefüllt, aber nicht brechend voll. Die Wege sind hier kurz, die Gemütlichkeit groß. Auch wenn das Konzert-Areal selbst keine Wiese in der Natur ist, ist man umgeben von herrlichster Natur und von Bergen. Das Flair ist also dennoch beeindruckend schön. 

Übrigens: Die Bandauswahl für 2022 (siehe Fotos) ist übrigens überragend, so viel steht schon fest.